Generalistisch ausgebildete Pflegefachkräfte ins Berufsleben verabschiedet

München I 02.08.2023

„Sie alle verdienen höchste Anerkennung", lobte Schulleiterin Margit Schmid bei der Abschlussfeier in der Aula der Schwesternschaft München. Die Young Professionals gehören zur neuen Generation der Pflege-Generalisten, die während der dreijährigen Ausbildung breit gefächerte Theorie- und Praxiskompetenzen erworben haben. Bei ihrem Start im Herbst 2020 standen Gesellschaft und Gesundheitswesen noch unter dem Zeichen der Pandemie. Schweißdurchtränkte Isolationskittel, Schutzbrillen und FFP2-Masken gehörten neben Online-Unterricht und Corona-Tests zum Alltag. Ganz besonders betonte die Schulleiterin das berufspolitische Engagement des Kurses, unter anderem beim Besuch von Gesundheitsminister Holetschek am Rotkreuzplatz sowie beim bayerischen Ausbildungsgipfel im Ministerium.

Engagement und Motivation zeigte sich auch bei den Prüfungsergebnissen. 13 Absolventinnen durften aus der Hand von Generaloberin Edith Dürr den Staatspreis entgegennehmen. Er wird von der Regierung von Oberbayern für ausgezeichnete berufliche Ausbildungsabschlüsse (Notendurchschnitt von 1,5 oder besser) vergeben. „Eine solch rekordverdächtige Anzahl von Staatspreisträgerinnen hatten wir noch nie", waren sich auch Krankenhausdirektorin Bettina De Mattia und Geschäftsführerin Alexandra Zottmann einig. Auch sie gratulierten dem Pflegenachwuchs herzlich und freuen sich, dass mindestens acht von ihnen im Rotkreuzklinikum München in die Pflegekarriere starten werden.

Generaloberin Dürr bekräftigte den Stellenwert der Ausbildung innerhalb der Schwesternschaft. „Pflege wird immer mehr an Bedeutung gewinnen", ist die Vorstandsvorsitzende überzeugt und appellierte an die frisch geprüften Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern, sich für die Interessen der Pflegeprofession einzusetzen. „Berufspolitisches Engagement ist unerlässlich, um unsere Position in der Gesellschaft und gegenüber der Politik zu stärken."

Bei der anschließenden Feier ließen alle gemeinsam die Anstrengungen der Ausbildungs-und Prüfungszeit hinter sich. „Dank der europaweit anerkannten generalistischen Ausbildung können unsere Absolvent:innen ihre eigene Richtung wählen. Ihnen stehen alle Gesundheitsbereiche, ob im Akutkrankenhaus, in der Psychiatrie, Pädiatrie, ambulanten Pflege oder der Langzeitpflege offen", versicherte Schulleitung Schmid abschließend. Sie drückte ihre Wertschätzung gegenüber den Absolventen, wie auch allen an der Ausbildung beteiligten Lehrern, Praktikern sowie der Schwesternschaft als Schulträger aus: „Ich bin unsagbar stolz auf die frisch geprüften Pflegefachfrauen und -fachmänner. Ihr seid die zukünftigen Gesichter der Pflegeprofession. Schaut nach vorne und seid bereit für neue Herausforderungen!"


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